Was ist ein Mandat?

Wir werden für Sie tätig, wenn Sie uns Ihr Mandat für die geschäftsmäßige Hilfeleistung in Steuersachen und die Wahrnehmung Ihrer steuerlichen Rechte und Interessen erteilen.

Wie führen wir ein Mandat?Werden Sie bei uns Mandant!Was tun bei einem Beraterwechsel?Welche berufsrechtlichen Regelungen gelten?Welche Haftungsbestimmungen greifen?Was bedeutet das neue Geldwäschegesetz für Steuerberater?

Unsere im Rahmen dieses Mandats erbrachten Leistungen beruhen auf Vorgaben, die den meisten von Ihnen nicht geläufig sind. Da ein Großteil unserer Zeit für häufig nicht „sichtbare“ Leistungen aufgewandt wird, ist es uns vor Annahme eines jeden Mandats besonders wichtig, Ihnen sowohl die Qualität in inhaltlicher wie zeitlicher Hinsicht als auch die Besonderheiten unserer Tätigkeit in formaler und rechtlicher Hinsicht zu erläutern.

Die Beschreibung des verabredeten Leistungsumfanges wie auch der vereinbarten Zuständigkeiten und Nebenpflichten sowie die erforderlichen Zeitläufe erfolgen grundsätzlich in schriftlicher Form. So arbeiten wir nur aufgrund von schriftlichen und im Vorfeld von beiden Seiten gegengezeichneten Aufträgen und Vereinbarungen, so dass sowohl Sie – unser Mandant – als auch wir als Leistungserbringer von gleicher Erwartungshaltung an die zu erbringende Leistung  ausgehen dürfen.

Engagierte Mitarbeiter

Wir haben ein tolles Team mit engagierten und qualifizierten Mitarbeitern. Alle arbeiten täglich an dem gemeinsamen Ziel, die Zufriedenheit unserer Mandanten und damit auch Ihre Zufriedenheit stetig zu verbessern.

Klarheit im Mandat

Bevor wir Ihr Mandat annehmen, ist es uns besonders wichtig, mit Ihnen den vertraglichen Rahmen für unsere Leistungen und deren Honorierung klar und eindeutig abzusprechen. Nach gemeinsamer Bestimmung Ihres Auftrages können Sie die Wertigkeit unserer Leistungserbringung einordnen und Angebote weniger qualifizierter Dienstleister richtig einschätzen.

Leistungspakete für individuelle Bedarfe

Wir beraten persönlich und individuell und gehen dabei gerne auf Ihre Vorstellungen bzw. personellen und finanziellen Möglichkeiten ein. Wo es geeignet scheint, schnüren wir passende Leistungspakete. So können wir Bearbeitungstiefe und Auswertungsumfang Ihren jeweiligen Erfordernissen und Wünschen optimal anpassen und Ihnen kommen durchdachte und erprobte Leistungsbündel für gleichbleibende Qualität in sachlicher, zeitlicher und finanzieller Hinsicht zugute.

  • Sie profitieren von unserer Erfahrung
  • Sie können auf eine gleichbleibende Bearbeitungsqualität vertrauen
  • Sie behalten jederzeit einen Überblick über Ihre Kosten

Sie gehen bei einem Wechsel in unsere Kanzlei MW Wirtschafts- und Steuerberatungsgesellschaft mbH kein Risiko ein. Sollten Sie mit der Leistung wider Erwarten unzufrieden sein, können Sie jederzeit ohne Kündigungsfrist den Auftrag beenden. Die bis dahin erbrachte Leistung rechnen wir nach den geltenden Bestimmungen ab und Sie erhalten die in unserem Hause befindlichen Unterlagen im Original sowie die für Sie verwalteten Datenbestände als Datensatz zur weiteren Verwendung ausgehändigt. Selbstverständlich sind wir auch nach Beendigung unserer Tätigkeit für Sie aus berufsrechtlichen Gründen zur Verschwiegenheit verpflichtet.

Vor einem Beraterwechsel regen wir an, die begonnenen Arbeiten durch den Vorgängerberater sinnvoll bzw. übergabefähig abschließen zu lassen. Neben unnötiger Doppelarbeit entstünden Ihnen andernfalls doppelte Kosten, was es zu vermeiden gilt.

Der Vertrag zwischen Mandant und Steuerberater ist üblicherweise als Geschäftsbesorgungsvertrag mit Dienstvertragscharakter zu qualifizieren (§§ 675, 611 BGB). Auf den Geschäftsbesorgungsvertrag finden einzelne Vorschriften des Auftragsrechtes nach §§ 662 ff. BGB Anwendung, auch der Herausgabeanspruch nach § 667 BGB.

Danach hat der Steuerberater alles, „was er zur Ausführung des Auftrages erhält und was er aus der Geschäftsbesorgung erlangt hat, herauszugeben“, also auch die Unterlagen und Belege des Mandanten. Sofern eine Honorarforderung noch nicht beglichen ist, stellt sich für den Steuerberater die Frage, ob er in Ausübung eines Zurückbehaltungsrechts die Herausgabe von Mandantenunterlagen verweigern darf. Diese Frage beurteilt sich zivilrechtlich nach §§ 273, 320 BGB und berufsrechtlich nach § 66 Abs. 4 StBerG.

Berufsrechtliche Pflichten der Steuerberater ergeben sich zum einem aus dem Steuerberatungsgesetz (StBerG) und aus der diese näher erläuternde Berufsordnung der Steubererater (BOStB)[1]. Diese wurde im Jahr 2010 modernisiert und regelt die zentralen Berufspflichten des Steuerberaters.

Es wird grundlegend festgestellt, dass Steuerberater und Steuerbevollmächtigte Angehörige eines freien Berufes und ein unabhängiges Organ der Steuerrechtspflege sind. Zudem werden die zentralen Berufspflichten unter Wiedergabe des Gesetzeswortlauts ausdrücklich genannt.

Demnach haben Steuerberater und Steuerbevollmächtigte ihren Beruf unabhängig, eigenverantwortlich, gewissenhaft, verschwiegen und unter Verzicht auf berufswidrige Werbung auszuüben (§ 57 Abs. 1 StBerG). Außerdem haben sie sich jeder Tätigkeit zu enthalten, die mit ihrem Beruf oder mit dem Ansehen des Berufs nicht vereinbar ist. Sie haben sich auch außerhalb der Berufstätigkeit des Vertrauens und der Achtung würdig zu erweisen, die ihr Beruf erfordert (§ 57 Abs. 2 StBerG)[2].

Wir stehen für unser Tätigwerden ein: Der Versicherungsschutz gegen mögliche Pflichtverletzungen eines Steuerberaters in Ausübung seines Berufes umfasst sowohl dessen Tätigkeit auf dem Gebiet der Hilfeleistung in Steuersachen, also den gesetzlichen Vorbehaltsaufgaben, als auch die weiteren Leistungen, die er im Bereich der hiermit vereinbaren Tätigkeiten erbringen kann.

Die für freie und rechtsberatende Berufe zuständigen Haftpflichtversicherer setzen den Abschluss definierter Verträge voraus, in denen sowohl der Leistungsumfang als auch die Vergütung schriftlich vereinbart sind. Die für Steuerberater gesetzlich vorgeschriebene Mindesthaftpflichtsumme von 250.000°€ wird durch die mit unserem Haftpflichtversicherer getroffene Vereinbarung auf das Vierfache der Mindesthaftpflichtsumme beschränkt. Die Haftung können wir jedoch nur dann wirksam auf 1°Mio.°Euro begrenzen, wenn dies explizit und in einer urschriftlichen Vereinbarung erfolgt. Sollte einmal ein höheres Haftpflichtrisiko bestehen, sind wir gerne bereit, eine individuelle Vereinbarung mit Ihnen zu treffen.

Wir sind davon überzeugt, dass die schriftliche Vereinbarung der Leistungsumfänge verbunden mit der Bestimmung einer erhöhten Haftpflichtsumme zur Verbesserung des Leistungsklarheit beiträgt und somit Ihren wie unseren Qualitätsansprüchen entspricht.

Am 26.06.2017 ist das neue Geldwäschegesetz (GWG) in Kraft getreten, das auch Steuerberatern weitere Verpflichtungen im Bereich der Geldwäscheprävention auferlegt. Die Einhaltung dieser Pflichten wird künftig überwacht und wohl auch sanktioniert. Aufsichtsbehörde ist nicht mehr die Bundessteuerberaterkammer, sondern die jeweils zuständige örtliche Steuerberaterkammer. Die Steuerberaterkammern werden ihre neue Aufsichtsfunktion wahrnehmen müssen, da sie von Gesetzes wegen verpflichtet sind, ihre Aufsichtstätigkeit zu dokumentieren und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) einmal jährlich in Form einer Statistik Bericht zu erstatten, u. a. über die von ihr ergriffenen Prüfungsmaßnahmen, § 51 Abs. 9 GwG. Die Befugnisse der Steuerberaterkammern gehen weit. In Extremfällen können sie die Ausübung des Berufs vorübergehend untersagen oder die Bestellung widerrufen, wenn der Steuerberater gegen die Bestimmungen des GwG verstoßen hat. Zudem kann die zuständige Bußgeldbehörde (das Finanzamt) Verstöße gegen das GwG mit einer Geldbuße von bis zu 1. Mio. € ahnden. Hintergrund dieser Verschärfungen sind die aus Sicht des BMF völlig unzureichenden Verdachtsmeldezahlen außerhalb des Bankensektors. Spätestens jetzt sollte sich jeder Steuerberater und mit ihm seine von ihm beratenen Mandanten vor Augen führen, welche Pflichten den Berater treffen und welche Maßnahmen zur Umsetzung in der eigenen Kanzlei erforderlich sind. Dazu nachfolgend ein kurzer Überblick.