Betriebsprüfung

Einzelaufzeichnungspflichten bei Bargeschäften

Aufgepaßt! Die Einzelaufzeichnungspflichten bei Bareinnahmen gelten ab 2017 – und zwar ohne wenn und aber. Etwas anderes kann nur gelten, wenn es für den Unternehmer „unzumutbar“ wäre, Einzelaufzeichnungen vorzunehmen – und diese Fälle dürften eher hypothetischer Natur sein. Einzelaufzeichnungspflichten für Bareinnahmen auch für Zeiträume vor 2017 Auch für Zeiträume vor 2017 gilt die Einzelaufzeichnungspflicht sowohl für bilanzierende Steuerpflichtige als auch für Einnahmenüberschussrechner, denn die Gesetzesänderungen in § 146 AO sind

Digitalisierung der Wirtschaft: GoBD ein gewichtiger Baustein!

Digitalisierung und (Tax-)Compliance stehen hoch im Kurs, jedoch bei der obligatorischen Verfahrensdokumentation und den geforderten Verarbeitungsprotokollen haben die meisten Unternehmer noch einen gewissen Nachholbedarf. Zwölf Fragen: Unser GoBD-Schnellcheck Was für die Einhaltung der GoBD zu tun ist, haben wir in einer Handlungsempfehlung mit 12 Fragen für Sie zusammengestellt. Außerdem geben wir Ihnen 7 Tipps an die Hand, wie Sie vorgehen sollten. Denn als Unternehmer sind grundsätzlich Sie für Ihre Grundaufzeichnungen

GoBD – Die „neuen“ Grundsätze zur ordnungsmäßigen Buchführung

Die neuen Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff – kurz GoBD – hat das BMF bereits mit Schreiben vom 14.11.2014 erlassen. Wußten Sie es? Die GoBD gelten auch für Einnahme-Überschuss-Rechner! Zahlreiche Anforderungen der GoBD gelten auch für Unternehmer, die Ihren Gewinn durch Einnahme-Überschuss-Rechnung ermitteln und deren Tätigkeit eine Vielzahl an Geschäftsvorfällen generiert. So sind auch nicht buchführungspflichtige Gewerbetreibende verpflichtet,

Scheinselbständigkeit in Gesundheitsberufen

Bei jeder Neuaufnahme eines selbständigen Mandanten ernten wir verwunderte Blicke, wenn wir seinen sozialversicherungsrechtlichen Status prüfen: Das hätte ja noch nie jemand von ihm wissen wollen … ?! Stimmt auffallend! Denn die Frage nach der Scheinselbständigkeit ist nicht nur unbeliebt, sondern offenbar bei vielen Arbeitgebern und deren Beratern gänzlich unbekannt. Scheinselbständigkeit: Verzicht auf soziale Absicherung! Obwohl die wirtschaftlichen Folgen für die betroffenen Scheinselbständigen gravierend sein können: So schützt auch der

Modernisierung des Besteuerungsverfahrens

Der Bundesrat hat das Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens verabschiedet. Ziel des Vorhabens ist u. a. eine Automatisierung des Steuerverfahrens sowie die Vereinfachung der Steuererklärungen. Das Gesetz tritt weitgehend am 1. 1. 2017 in Kraft. Anbei die wichtigsten Änderungen in Überblick: Künftig können von der Finanzverwaltung Risikomanagementsysteme eingesetzt werden, um zu bewerten, ob für Steuersachverhalte weitergehende Ermittlungen oder Prüfungen erforderlich sind. Besteht kein Anlass für eine personelle Prüfung des Sachverhalts,

Mindestlohn – Bürokratieungetüm mit gefährlichem Kalkulationsrisiko

Seit dem 01.01.2014 sind nun die Regelungen zum Mindestlohn in Kraft getreten. Er beträgt grundsätzlich € 8,50 je Stunde und sorgt seit seiner Einführung für viel Aufhebens. Mögen noch viele Verständnis für den guten Willen und die Notwendigkeit einer gesetzlichen Anpassung gehabt haben, gibt es wohl kaum jemanden, der Art und Ausmaß der Praxis dieser offenbar mit einer sehr heißen Nadel gestrickten Neuerung nachvollziehen kann und mag. Wir versuchen es dennoch! Welche Lohnbestandteile werden einbezogen? Leider schweigt

Im Verdacht: Betrug mit manipulierten Kassendaten möglich?

Die Frage, wie der Gesetzgeber dem möglichen Betrug mit manipulierten Kassendaten begegnen könnte, beschäftigt Politik und Fiskus schon lange; nun zeigen die Antwort der Bundesregierung auf eine diesbezüglichen kleine Anfrage und ein Apothekenfall die Brisanz und Aktualität dieses Themas. Mit Urteil vom 16. Dezember 2014 X R 42/13 hat der X. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) entschieden, dass Einzelhändler nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung verpflichtet sind, im Rahmen der Zumutbarkeit sämtliche Geschäftsvorfälle einschließlich

Das Finanzamt kann gar nicht genug Gewerbetreibende produzieren

Mit Urteil vom 16. Juli 2014 VIII R 41/12 hat der VIII. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) entschieden, dass selbständige Ärzte ihren Beruf grundsätzlich auch dann leitend und eigenverantwortlich ausüben und damit freiberuflich und nicht gewerblich tätig werden, wenn sie ärztliche Leistungen von angestellten Ärzten erbringen lassen. Voraussetzung ist allerdings, dass sie die jeweils anstehenden Voruntersuchungen bei den Patienten durchführen, für den Einzelfall die Behandlungsmethode festlegen und sich die Behandlung „problematischer