Allgemein

Gesetzgebung: Entlastung der mittelständischen Wirtschaft

Der Bundesrat hat am 12.5.2017 dem Zweiten Gesetz zur Entlastung insbesondere der mittelständischen Wirtschaft von Bürokratie (Zweites Bürokratieentlastungsgesetz) zugestimmt. Ausweislich der Gesetzesbegründung stehen in dem Vorhaben die 3,6 Mio. kleinen und mittleren Unternehmen im Vordergrund, die von unnötiger Bürokratie entlastet werden sollen. Konkret soll eine Reduzierung des Erfüllungsaufwandes mehr Freiraum für die eigene Geschäftstätigkeit, Innovationen und Arbeits- und Ausbildungsplätze bewirken. Durch das Gesetz soll der Erfüllungsaufwand für die Wirtschaft um

„Lizenzschranke“ gegen grenzüberschreitenden Steuertourismus beschlossen

Am 2.6.2017 hat der Bundesrat dem Gesetz zur Bekämpfung der Steuerumgehung und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften (Steuerumgehungsbekämpfungsgesetz – StUmgBG) und dem Gesetz gegen schädliche Steuerpraktiken im Zusammenhang mit Rechteüberlassungen (Lizenzschrankengesetz) zugestimmt. Die Maßnahmen des StUmgBG zur Bekämpfung der Briefkastenfirmen sowie die Aufhebung des Bankgeheimnisses sollen am Tag nach der Verkündung in Kraft treten. Die Änderungen beim Kindergeld und bei der steuerlichen Eingruppierung von Ehegatten hingegen werden zum 1.1.2018 wirksam. In

Keine Abschaffung der Abgeltungssteuer

Der Bundesrat hat am 12.05.2017 beschlossen, die Entschließung zur Abschaffung der Abgeltungsteuer nicht zu fassen. Hintergrund: Das Land Brandenburg hatte im vergangenen Jahr eine Bundesrats-Initiative zur Abschaffung der Abgeltungsteuer gestartet. Nachdem der Finanzausschuss und der Wirtschaftsausschuss des Bundesrates der Entschließung zunächst zugestimmt hatten, wurde die Entschließung nun doch nicht gefasst. Es bleibt nun abzuwarten, ob u nd wann das Thema erneut verhandelt wird. Quelle: BR-Drucks 376/17, NWB-Online vom 18.05.2017

Digitalisierung der Wirtschaft: GoBD ein gewichtiger Baustein!

Digitalisierung und (Tax-)Compliance stehen hoch im Kurs, jedoch bei der obligatorischen Verfahrensdokumentation und den geforderten Verarbeitungsprotokollen haben die meisten Unternehmer noch einen gewissen Nachholbedarf. Zwölf Fragen: Unser GoBD-Schnellcheck Was für die Einhaltung der GoBD zu tun ist, haben wir in einer Handlungsempfehlung mit 12 Fragen für Sie zusammengestellt. Außerdem geben wir Ihnen 7 Tipps an die Hand, wie Sie vorgehen sollten. Denn als Unternehmer sind grundsätzlich Sie für Ihre Grundaufzeichnungen

Fristverlängerung für die Steuererklärung 2016

Gesetzliche Abgabefrist für die Steuererklärungen im Jahr 2017 Die Einkommensteuererklärung 2016 und die betrieblichen Steuererklärungen für 2016, wie insbesondere die Umsatzsteuer-, die Körperschaftsteuer-, die Gewerbesteuer- und die Gewinnfeststellungserklärung für eine Personengesellschaft bzw. eines Einzelunternehmens sind auch in diesem Jahr bis zum 31. Mai abzugeben; übrigens gilt dies auch für Kleinunternehmer. Fristverlängerung bis 31. Dezember 2017 Nach dem gleichlautenden Erlass der obersten Finanzbehörden der Länder vom 2.1.2017 wird, sofern die genannten

Was sind Werbungskosten?

Werbungskosten sind alle Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen. Sie sind bei der Einkunftsart abzuziehen, bei der sie erwachsen sind. Werbungskosten knüpfen begrifflich (§ 9 Abs. 1 S. 1 EStG) und systematisch (§ 2 Abs. 2 S. 1 Nr. 2 EStG) an Einnahmen i.S. des § 8 Abs. 1 EStG an. Daher erfüllen Aufwendungen im Zusammenhang mit nicht steuerbaren Einnahmen nicht den Werbungskostenbegriff. Was fällt unter den Begriff 

Scheinselbständigkeit in Gesundheitsberufen

Bei jeder Neuaufnahme eines selbständigen Mandanten ernten wir verwunderte Blicke, wenn wir seinen sozialversicherungsrechtlichen Status prüfen: Das hätte ja noch nie jemand von ihm wissen wollen … ?! Stimmt auffallend! Denn die Frage nach der Scheinselbständigkeit ist nicht nur unbeliebt, sondern offenbar bei vielen Arbeitgebern und deren Beratern gänzlich unbekannt. Scheinselbständigkeit: Verzicht auf soziale Absicherung! Obwohl die wirtschaftlichen Folgen für die betroffenen Scheinselbständigen gravierend sein können: So schützt auch der

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Ausgaben für bestimmte haushaltsnahe Dienstleistungen und Beschäftigungsverhältnisse können auf Antrag um 20%, höchstens 510 Euro, die Steuer mindern, sofern sie unbar gezahlt wurden. Erstattungen von dritter Seite (z.B. von der Hausrat oder Haftpflichtversicherung oder einer Pflegeversicherung) müssen von den selbst getragenen Kosten abgezogen werden. Als Nachweis eignet sich die Kopie des Vertrages bzw. der Rechnung und die Kopie des Kontoauszuges bzw. der von der Bank abgestempelte Überweisungsträger bzw. die Gutschriftsanzeige

Außergewöhnliche Belastungen: Was versteht man hierunter?

Außergewöhnliche Belastungen sind Aufwendungen der privaten Lebensführung, die aufgrund besonderer Umstände zwangsläufig anfallen und mit denen der Steuerpflichtige endgültig belastet bleibt. Zwangsläufigkeit bedeutet, dass sich der Steuerpflichtige diesen Ausgaben aus rechtlichen, tatsächlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen kann. Das Finanzamt hilft in diesen Fällen durch eine Minderung der Steuer, wenn die Ausgaben nicht ersetzt werden und die Kosten nicht als Betriebsausgaben, Werbungskosten oder Sonderausgaben berücksichtigt werden können. Allerdings wird eine

Modernisierung des Besteuerungsverfahrens

Der Bundesrat hat das Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens verabschiedet. Ziel des Vorhabens ist u. a. eine Automatisierung des Steuerverfahrens sowie die Vereinfachung der Steuererklärungen. Das Gesetz tritt weitgehend am 1. 1. 2017 in Kraft. Anbei die wichtigsten Änderungen in Überblick: Künftig können von der Finanzverwaltung Risikomanagementsysteme eingesetzt werden, um zu bewerten, ob für Steuersachverhalte weitergehende Ermittlungen oder Prüfungen erforderlich sind. Besteht kein Anlass für eine personelle Prüfung des Sachverhalts,