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Abzugsbeschränkung für Beiträge zur privaten KV ist verfassungsgemäß!

Das FG München hatte mit Urteil vom 16.12.2015 entschieden, dass die Abzugsbeschränkung bezogen auf die die Beiträge für Basisleistungen zur privaten Krankenversicherung übersteigenden Wahlleistungen auch insoweit zulässig ist, als diese Beiträge den hier maßgeblichen Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung insgesamt nicht überschreiten. Beraterhinweis: Es bleibt also bei der jetzigen Regelung, dass Vorsorgeaufwendungen zum einen in zwei Gruppen eingeteilt und in der zweitern Gruppe, z.B. gilt dies für bestimmte Wahlleistungen bei der

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Ausgaben für bestimmte haushaltsnahe Dienstleistungen und Beschäftigungsverhältnisse können auf Antrag um 20%, höchstens 510 Euro, die Steuer mindern, sofern sie unbar gezahlt wurden. Erstattungen von dritter Seite (z.B. von der Hausrat oder Haftpflichtversicherung oder einer Pflegeversicherung) müssen von den selbst getragenen Kosten abgezogen werden. Als Nachweis eignet sich die Kopie des Vertrages bzw. der Rechnung und die Kopie des Kontoauszuges bzw. der von der Bank abgestempelte Überweisungsträger bzw. die Gutschriftsanzeige

Außergewöhnliche Belastungen: Was versteht man hierunter?

Außergewöhnliche Belastungen sind Aufwendungen der privaten Lebensführung, die aufgrund besonderer Umstände zwangsläufig anfallen und mit denen der Steuerpflichtige endgültig belastet bleibt. Zwangsläufigkeit bedeutet, dass sich der Steuerpflichtige diesen Ausgaben aus rechtlichen, tatsächlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen kann. Das Finanzamt hilft in diesen Fällen durch eine Minderung der Steuer, wenn die Ausgaben nicht ersetzt werden und die Kosten nicht als Betriebsausgaben, Werbungskosten oder Sonderausgaben berücksichtigt werden können. Allerdings wird eine

Modernisierung des Besteuerungsverfahrens

Der Bundesrat hat das Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens verabschiedet. Ziel des Vorhabens ist u. a. eine Automatisierung des Steuerverfahrens sowie die Vereinfachung der Steuererklärungen. Das Gesetz tritt weitgehend am 1. 1. 2017 in Kraft. Anbei die wichtigsten Änderungen in Überblick: Künftig können von der Finanzverwaltung Risikomanagementsysteme eingesetzt werden, um zu bewerten, ob für Steuersachverhalte weitergehende Ermittlungen oder Prüfungen erforderlich sind. Besteht kein Anlass für eine personelle Prüfung des Sachverhalts,

Was versteht man unter Vorsorgeaufwendungen?

Zu den Vorsorgeaufwendungen zählen bestimmte Versicherungsbeiträge, die im Rahmen von Höchstbeträgen steuerlich abzugsfähig sind. Dafür werden die Vorsorgeaufwendungen in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe (Basisversorgung im Alter) umfasst folgende Aufwendungen: Beiträge zu den gesetzlichen (inländischen und ausländischen) Rentenversicherungen oder landwirtschaftlichen Alterskassen sowie zu berufsständischen Versorgungseinrichtungen mit vergleichbaren Leistungen; die Beiträge an die Versorgungsanstalt der deutschen Bezirksschornsteinfegermeister gehören nicht hierzu, Beiträge zum Aufbau einer eigenen kapitalgedeckten Altersversorgung (sog. Riester- oder

Was versteht man unter „Sonderausgaben“?

Sonderausgaben sind Aufwendungen der privaten Lebensführung, die steuerlich begünstigt werden, wenn sie weder Betriebsausgaben noch Werbungskosten sind oder wie Betriebsausgaben oder Werbungskosten behandelt werden. Es können in  Betracht kommen: Vorsorgeaufwendungen Gezahlte Kirchensteuern Kinderbetreuungskosten Berufsausbildungskosten Schulgeld Unterhaltsleistungen Versorgungsleistungen Ausgleichsleistungen Spenden und Mitgliedsbeiträge Im Laufe der Zeit werden wir zu diesen Themen immer wieder Tipps, Beiträge sowie Urteile und entsprechende Handlungsempfehlungen aussprechen, damit Sie erkennen, welche Kosten steuerlich abzugsfähig sind und welche

Werden Sie bei uns Mandant!

Sie sind auf der Suche nach einem neuen Steuerberater? Jemand, der Sie persönlich und engagiert betreut, Sie umfänglich berät und auf mögliche Chancen und Risiken einer Gestaltung rechtzeitig hinweist? Dann sind Sie bei uns richtig. Gestalten Sie mit uns Ihre Zukunft. Wir freuen uns auf Sie! Persönlichkeit zählt. Ihre Vorstellungen und Möglichkeiten stehen im Mittelpunkt unserer Überlegungen. Vorausschauende Steuerberatung bedeutet für uns nicht (nur) die Aufbereitung Ihrer Zahlen der Vergangenheit

Mindestlohn – Bürokratieungetüm mit gefährlichem Kalkulationsrisiko

Seit dem 01.01.2014 sind nun die Regelungen zum Mindestlohn in Kraft getreten. Er beträgt grundsätzlich € 8,50 je Stunde und sorgt seit seiner Einführung für viel Aufhebens. Mögen noch viele Verständnis für den guten Willen und die Notwendigkeit einer gesetzlichen Anpassung gehabt haben, gibt es wohl kaum jemanden, der Art und Ausmaß der Praxis dieser offenbar mit einer sehr heißen Nadel gestrickten Neuerung nachvollziehen kann und mag. Wir versuchen es dennoch! Welche Lohnbestandteile werden einbezogen? Leider schweigt

Im Verdacht: Betrug mit manipulierten Kassendaten möglich?

Die Frage, wie der Gesetzgeber dem möglichen Betrug mit manipulierten Kassendaten begegnen könnte, beschäftigt Politik und Fiskus schon lange; nun zeigen die Antwort der Bundesregierung auf eine diesbezüglichen kleine Anfrage und ein Apothekenfall die Brisanz und Aktualität dieses Themas. Mit Urteil vom 16. Dezember 2014 X R 42/13 hat der X. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) entschieden, dass Einzelhändler nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung verpflichtet sind, im Rahmen der Zumutbarkeit sämtliche Geschäftsvorfälle einschließlich

Darf es auch ein bisschen weniger sein?

Unternehmer können von der neuerlichen Absenkung der Schwellenwerte des § 267 HGB profitieren Die Bundesregierung hat Anfang Januar ihren Entwurf eines Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes vorgelegt, um Europäische Vorgaben zur Rechnungslegung zu erfüllen. Die Europäische Kommission will die europaweit geltenden Rechnungslegungsstandards mit der Bilanzrichtlinie 2013/34/EU des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 26. Juni 2013 über den Jahresabschluss, den konsolidierten Abschluss und damit verbundene Berichte von Unternehmen bestimmter Rechtsformen harmonisieren. Die bisher separaten Regelungsrahmen für