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Einzelaufzeichnungspflichten bei Bargeschäften

Aufgepaßt! Die Einzelaufzeichnungspflichten bei Bareinnahmen gelten ab 2017 – und zwar ohne wenn und aber. Etwas anderes kann nur gelten, wenn es für den Unternehmer „unzumutbar“ wäre, Einzelaufzeichnungen vorzunehmen – und diese Fälle dürften eher hypothetischer Natur sein. Einzelaufzeichnungspflichten für Bareinnahmen auch für Zeiträume vor 2017 Auch für Zeiträume vor 2017 gilt die Einzelaufzeichnungspflicht sowohl für bilanzierende Steuerpflichtige als auch für Einnahmenüberschussrechner, denn die Gesetzesänderungen in § 146 AO sind

Gesetzgebung: Entlastung der mittelständischen Wirtschaft

Der Bundesrat hat am 12.5.2017 dem Zweiten Gesetz zur Entlastung insbesondere der mittelständischen Wirtschaft von Bürokratie (Zweites Bürokratieentlastungsgesetz) zugestimmt. Ausweislich der Gesetzesbegründung stehen in dem Vorhaben die 3,6 Mio. kleinen und mittleren Unternehmen im Vordergrund, die von unnötiger Bürokratie entlastet werden sollen. Konkret soll eine Reduzierung des Erfüllungsaufwandes mehr Freiraum für die eigene Geschäftstätigkeit, Innovationen und Arbeits- und Ausbildungsplätze bewirken. Durch das Gesetz soll der Erfüllungsaufwand für die Wirtschaft um

„Lizenzschranke“ gegen grenzüberschreitenden Steuertourismus beschlossen

Am 2.6.2017 hat der Bundesrat dem Gesetz zur Bekämpfung der Steuerumgehung und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften (Steuerumgehungsbekämpfungsgesetz – StUmgBG) und dem Gesetz gegen schädliche Steuerpraktiken im Zusammenhang mit Rechteüberlassungen (Lizenzschrankengesetz) zugestimmt. Die Maßnahmen des StUmgBG zur Bekämpfung der Briefkastenfirmen sowie die Aufhebung des Bankgeheimnisses sollen am Tag nach der Verkündung in Kraft treten. Die Änderungen beim Kindergeld und bei der steuerlichen Eingruppierung von Ehegatten hingegen werden zum 1.1.2018 wirksam. In

Digitalisierung im Mittelstand

Wie können KMU die Digitalisierung für sich nutzen? Mit dieser und ähnlichen Fragen beschäftigte sich der Digital-Gipfel 2017. Große Unternehmen können heute schon einen erheblichen Einfluss auf die Etablierung von digitalen Bestell-, Abrechnungs- und Support-Ketten gegenüber ihren Kunden und Lieferanten ausüben. Dies führt zu einem nahezu vollständigen Papierverzicht – z. B. unter Einsatz von EDI-Verfahren – und hilft Kosten von etwa 30% der bisherigen Verwaltungsaufwendungen einzusparen. Man spricht von Einsparungspotentialen von

Keine Abschaffung der Abgeltungssteuer

Der Bundesrat hat am 12.05.2017 beschlossen, die Entschließung zur Abschaffung der Abgeltungsteuer nicht zu fassen. Hintergrund: Das Land Brandenburg hatte im vergangenen Jahr eine Bundesrats-Initiative zur Abschaffung der Abgeltungsteuer gestartet. Nachdem der Finanzausschuss und der Wirtschaftsausschuss des Bundesrates der Entschließung zunächst zugestimmt hatten, wurde die Entschließung nun doch nicht gefasst. Es bleibt nun abzuwarten, ob u nd wann das Thema erneut verhandelt wird. Quelle: BR-Drucks 376/17, NWB-Online vom 18.05.2017

Vermietung und Verpachtung: Einbauküche nicht sofort abzugsfähig

Das BMF hat zur steuerlichen Absetzbarkeit von Aufwendungen für die Erneuerung einer Einbauküche in einer vermieteten Wohnung Stellung genommen. Hintergrund: Der BFH hat entschieden, dass die Aufwendungen für die vollständige Erneuerung einer Einbauküche (Spüle, Herd, Einbaumöbel und Elektrogeräte) in einem vermieteten Immobilienobjekt grundsätzlich nicht sofort als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abziehbar sind. Die Einbauküche ist ein eigenständiges und einheitliches Wirtschaftsgut mit einer Nutzungsdauer von 10 Jahren, deren

Digitalisierung der Wirtschaft: GoBD ein gewichtiger Baustein!

Digitalisierung und (Tax-)Compliance stehen hoch im Kurs, jedoch bei der obligatorischen Verfahrensdokumentation und den geforderten Verarbeitungsprotokollen haben die meisten Unternehmer noch einen gewissen Nachholbedarf. Zwölf Fragen: Unser GoBD-Schnellcheck Was für die Einhaltung der GoBD zu tun ist, haben wir in einer Handlungsempfehlung mit 12 Fragen für Sie zusammengestellt. Außerdem geben wir Ihnen 7 Tipps an die Hand, wie Sie vorgehen sollten. Denn als Unternehmer sind grundsätzlich Sie für Ihre Grundaufzeichnungen

Fristverlängerung für die Steuererklärung 2016

Gesetzliche Abgabefrist für die Steuererklärungen im Jahr 2017 Die Einkommensteuererklärung 2016 und die betrieblichen Steuererklärungen für 2016, wie insbesondere die Umsatzsteuer-, die Körperschaftsteuer-, die Gewerbesteuer- und die Gewinnfeststellungserklärung für eine Personengesellschaft bzw. eines Einzelunternehmens sind auch in diesem Jahr bis zum 31. Mai abzugeben; übrigens gilt dies auch für Kleinunternehmer. Fristverlängerung bis 31. Dezember 2017 Nach dem gleichlautenden Erlass der obersten Finanzbehörden der Länder vom 2.1.2017 wird, sofern die genannten

Künstliche Befruchtung als außergewöhnliche Belastungen ??

Die persönlichen Lebensumstände einer ungewollt kinderlosen Frau führen zu einer interessanten steuerlichen Würdigung des Lebenssachverhaltes „Erfüllung Kinderwunsch“ durch die Finanzgerichte. Künstliche Befruchtung als Heilbehandlung „Erfüllung Kinderwunsch“? Das angerufende Gerichte stellte fest, dass die Aufwendungen für eine künstliche Befruchtung in Form einer In-vitro-Fertilisation insoweit als außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt werden können, als sie auf die Heilbehandlung entfallen. Als Heilbehandlung im vorgenannten Sinne ist die hormonelle Stimulation der Eierstöcke und die Entnahme von Eizellen anzusehen. Dagegen

Was sind Werbungskosten?

Werbungskosten sind alle Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen. Sie sind bei der Einkunftsart abzuziehen, bei der sie erwachsen sind. Werbungskosten knüpfen begrifflich (§ 9 Abs. 1 S. 1 EStG) und systematisch (§ 2 Abs. 2 S. 1 Nr. 2 EStG) an Einnahmen i.S. des § 8 Abs. 1 EStG an. Daher erfüllen Aufwendungen im Zusammenhang mit nicht steuerbaren Einnahmen nicht den Werbungskostenbegriff. Was fällt unter den Begriff