Fun Facts über mich

  1. Ich lebe und arbeite als Kauffrau, Steuerberaterin und Expertin für Unternehmenswertentwicklung und Digitalisierung seit 25 Jahren in Essen-Rüttenscheid. Im Ruhrgebiet schätze ich die Vielfältigkeit der Menschen und deren offene, direkte Art.
  2. Geboren und aufgewachsen bin ich in Ratingen, zusammen mit meinen Eltern und einer Schwester.
  3. Einen Großteil meiner Freizeit verbringe ich auch heute noch in Ratingen bzw. im nahen Düsseldorf.
  4. Während langer Spaziergänge entlang des Rheins finde ich meine innere Ruhe und häufig auch Antworten auf die wichtigen Fragen im Leben.
  5. Mein Sternzeichen ist der Schütze, Aszendent Löwe, Tendenz Krebs. Der Amüsierfaktor von Horoskopen ist unbestritten; sich immer mal wieder mit den Erkenntnissen der Astrologie als eine über die Jahrhunderte hinweg gepflegte Wissenschaft der Anlagen und Verhaltensweisen von Menschen zu beschäftigen, schult meinen Blick auf die Unterschiedlichkeiten meiner Mit-Menschen.
  6. Ich interessiere mich für Kunst und Kultur, insbesondere für Impressionismus, Plakatkunst und Streetart und entspanne beim Lesen, der Bildhauerei oder an der frischen Luft. Ich koche gut, esse gerne, liebe interessante Begegnungen und erfreue mich an Gesprächen mit Tiefgang.
  7. Mein erstes Bild, dass ich mit Wasserfarben gemalt habe, zeigte ein kleines Hexenhaus in einer winterlichen Schneelandschaft, durch das Geäst eines Baumes betrachtet. Das Bild war mir recht gut gelungen, aber es blieb mein einziger Ausflug in die Malerei.
  8. Als Kind habe ich Blockflötenunterricht genommen und die Musik nicht sonderlich gemocht, das Üben auch nicht! Heute mag ich auch Kammermusik und manchmal sogar Kirchenmusik recht gerne.
  9. Meine erste gute (Ton-)Skulptur, die ich unter den „gestrengen“ Augen von Norbert Pielsticker erstellt habe, steht heute in der Küche eines Freundes. Die Zweite ist zerbrochen und an der Dritten arbeite ich.
  10. Mein Lieblingsgericht: Früher habe ich mir zum Geburtstag Möhren-Gemüse oder Gulasch gewünscht; auch heute esse ich immer noch am liebsten Gemüse mit Fleisch als Beilage.
  11. Der erste Kuss schmeckte nach Gummibärchen. Diesen habe ich 1974 auf dem Schulhof der Erich-Kästner-Grundschule in Ratingen-West erhalten. Meine Mutter hatte mir für ein Schulfest einen langen grün-schwarz gemusterten Rock genäht und darin konnte ich mich wunderbar drehen. Das gefiel offenbar auch meinem ersten „Schwarm“. Ich tanze und flirte auch heute noch gerne, wenn auch viel zu selten.
  12. Mein erster Berufswunsch: Als Jugendliche wollte ich Bühnen- und Maskenbildnerin werden, davon ist heute nur noch die Liebe zum gesprochenen Wort und natürlich zum Theater geblieben.
  13. Ein Buch, an das ich mich gerne erinnere, ist Bertold Brechts „Ansichten eines Clowns“. Mit einem Schulfreund zusammen habe ich Stunden und Stunden verbracht, dieses Buch zu zerpflücken und unsere Ansichten hierzu auszutauschen. Bis heute mag ich weder Doppelmoral noch Doppelzüngigkeit.
  14. In der Oberstufe habe ich meiner Klassenlehrerin versprechen müssen, nicht mehr so häufig zu bläuen, das gäbe ein so schlechtes Vorbild für die anderen ab, die den Unterricht bräuchten. Ich habe mein Versprechen ihr gegenüber eingehalten, aber ich scheine auch damals schon eher autodidaktisch und eigen veranlagt gewesen zu sein.
  15. Als ich in den 1990ern eine erste gemeinsame Wohnung mit meinem Freund einrichten wollte, fiel unsere erste Entscheidung auf Jugendstil. Anfänglich hatte es uns nur Gustav Klimt angetan und das warme Licht der Galle-Lampen. Wir haben uns mit dem Stil und den Umständen, in denen er sich entwickeln konnte, befasst und damals etliche Händler, Märkte, Städte und Museen besucht und uns schlussendlich doch ganz anders entschieden: Originale hätten wir uns nicht leisten können und Repliken kamen nicht in Frage.
  16. Das Theaterstück Letzte Ausfahrt Brooklyn“ habe ich 2014/15 im Wiener Burgtheater gesehen, das Original hatte ich Jahre zuvor gelesen. Die Dichtheit des Spiels der Schauspieler, aber vor allem die Tristess und Ausweglosigkeit, in der sich die Protagonisten im Kreis drehen und dem Abgrund zubewegen, hält mich bis heute gefangen. Zumal ich weiß, dass Figuren und Plot recht lebensnah und sehr aktuell sind.
  17. In Paris habe ich 2014 eine Ausstellung zum Ausbruch des 1. Weltkrieges gesehen. Die Ausstellungsmacher verstanden eindrucksvoll, die anfängliche Kriegsbegeisterung, die sich über ganz Europa gleichermaßen wie ein Lauffeuer verbreitete, und die Entwicklung des Krieges mit seinen katastrophalen Auswirkungen auf die Menschen vor und hinter der Front be-GREIF-bar zu machen. Ein Geruch von Blut und Verwesung hing im letzten Raum, wo hunderte von Todesnachrichten von Gefallenen an Fäden von der Decke hingen. Dieser Eindruck verflog auch dann nicht, als wir schon wieder draußen im Sonnenschein standen.
  18. Mein liebstes Bild: In dieser Zeit habe ich mir übrigens auch Gustav Klimts Kuss im Belvedere gesehen und war absolut gefangen von der Schönheit des Originals und dem bewegenden Ausdruck des Motivs.
  19. Meine liebste Jahreszeit ist der Herbst, wenn das Laub bunt, die Luft wieder kühler und klarer wird und ein bestimmter Geruch von Feuchte und Vergänglichkeit in der Luft hängt.
  20. Musik muss etwas in mir zum Klingen bringen: Bolero (Maurice Ravel) – „Purple Rain“ and „Even when doves cry“ (Prince) – «savoir aimer » et «ma liberté de penser» (Florent Pagny) –„Ertrinken“ und „“Der letzte Kuss“ (Die Toten Hosen) – „Wenn Du sie liebst“ (Clueso) – Irrelevant (Pink) und so viele andere mehr.
  21. Thema: Goethes Faust und Kirchners „Verkauf des Schattens“ (1915); zwei Werke, mit denen ich mich noch einmal eingehend beschäftigen möchte. Zur Zeit liegt Simone de Beauvoirs „Le deuxieme sex“ auf meinem Tisch: Sprachlich für mich noch eine Herausforderung, aber das soll sich ja ändern.
  22. Lieblingstier: Das sanfte Schnurren einer Katze ist für mich die beste Einstimmung auf einen langen und gemütlichen Leseabend (ohne Fachliteratur)
  23. Genuss: Ich ziehe Weißwein jedem Rotwein vor – früher war das einmal genau umgekehrt; gegen Champagner oder Crément habe ich allerdings auch heute nichts einzuwenden. Gute Schokolade und ein frischer Barista-Kaffee lassen mein Herz höher schlagen.
  24. Schuhtick: ich hasse high heels – obwohl ich etliche im Schrank habe – und trage stattdessen liebe meine FlipFlops.
  25. Schmuck: Mein liebster Edelstein ist der Smaragd, das Smaragd-Grün meine Lieblingsfarbe.
  26. Vera F. Birkenbihl mit ihren Denk- & Lernwerkzeugen inspiriert mich über ihren Tod hinaus.
  27. Das Staatliche Bauhaus mit seiner Vision, Kunst und Handwerk im Leben zusammenzuführen, begeistert mich immer wieder.
  28. Die Ideen von New Work, Leben & Arbeit miteinander in Einklang zu bringen, finde ich absolut überzeugend.
  29. Ich bin fasziniert von Künstlicher Intelligenz und sehe mehr Chancen als Risiken in der Digitalisierung unserer Gesellschaft.
  30. Ich habe ein absolutes Faible für schöne Wäsche „au dessous“ und feine Stoffe „au dessus“. Jeans und Schlabberpulli gehören für mich zu einem Wohlfühlwochenende.
  31. Ich verstehe die „Spieltheorie“ nicht wirklich, begeistere mich aber für den Channel von Prof. Dr. Christian Rieck und seine Ansichten und Erklärweisen.
  32. Mein wichtigstes Buch, das ich Ende der 1980er Jahre geschenkt bekam, das ich seither immer und immer wieder einmal lese und dessen Gedanken ich, je älter ich werde, umso besser verstehe: „Endliche und unendliche Spiele: Chancen des Lebens“ von James P. Carse.
  33. Ich liebe meine Freiheit & Unabhängigkeit über alles und bin doch gerne „ge-“ oder besser „ver-BUNDEN“.
  34. Ich mag Ecken & Kanten bei Menschen, Objekten und Themen, werde selbst nie gefällig oder gar stromlinienförmig sein.
  35. Leben ist jetzt“ – Reinhard Pietrass hat mir gezeigt, dass das JETZT Vorrang vom dem MORGEN hat – nicht nur für diese Einsicht bin ich unserer Begegnung und Freundschaft sehr dankbar.
  36. Ich hasse Gewalt! Egal, in welcher Form, in welchem Gewand und aus welchem Grund.
  37. Ich liebe Skulpturen: Auguste Rodin, Camille Claudel, Edgar Degas, Wilhelm Lehmbruck, Käthe Kollwitz, Alexander Archipenko. Meine eigenen Versuche werden noch hunderte, wenn nicht tausende Stunden vergeblicher Versuche brauchen, um den Vorbildern auch nur annähernd gerecht zu werden. Müssen Sie aber vielleicht auch gar nicht?
  38. Stimmen, Gerüche und Hände üben auf mich eine besondere Faszination aus.
  39. Indifferenz macht mich wütend. Begeisterungsfähigkeit zieht mich an, Excellenz beeindruckt mich.
  40. Carina Hermanns hat mich mit ihren Essays veranlasst, wieder einmal mehr über das Thema Emanzipation nachzudenken. Was bedeutet es heute, Frau zu sein?
  41. Ende der 1980er habe ich mich in Paris, genauer im Pariser Osten, verlaufen und einen alten Mann gebeten, mir den Weg zu einem bestimmten Platz zu zeigen. Er hat mich an dem Nachmittag „adoptiert“ und mir Plätze und Cafés gezeigt, wo sich seinerzeit die Resistance, zu der er als ungarischer Flüchtling gehörte, und später die Pariser Intellektuellen um Beauvoir/Sartre trafen. Es war ein interessanter Spaziergang und eine spannende Begegnung. Jahre später habe ich selbst diese Spaziergänge noch einmal wiederholt und sehr häufig an ihrem gemeinsamen Grab auf dem Friedhof Montparnasse für einen Moment innegehalten.
  42. Überhaupt: Friedhöfe. Als Kind habe ich mich dort gefürchtet, als Jugendliche diese Orte gemieden. Inzwischen habe ich ein entspanntes Verhältnis zu diesen Plätzen der letzten Ruhe.
  43. Fotografie – Portraits, Landschaften, Erlebnisse, Geschichten, Emotionen – ein Bild sagt mehr aus tausend Worte. Anfang der 1980er war ich das erste Mal im Essener Folkwang Museum. Unser Lateinlehrer hatte mit uns einen Klassenausflug dorthin unternommen. Im wahrsten Sinn des Wortes verloren gegangen bin ich im Keller: Hier wurden Aufnahmen von KZ-Überlebenden gezeigt, die ein Fotograph, dessen Namen ich leider vergessen habe, unmittelbar nach deren Befreiung gemacht hatte; der Ausdruck im Gesicht dieser Menschen hat mich noch lange verfolgt.
  44. Man kann nicht nicht kommunizieren, denn jede Kommunikation (nicht nur mit Worten) ist Verhalten und genauso wie man sich nicht nicht verhalten kann, kann man nicht nicht kommunizieren.“ Dieses viel zitierte Axiom von Paul Watzlawick lässt sich auch gut auf etwas anderes übertragen: Man kann nicht nicht in Beziehung stehen zu einer Person stehen, mit der man bereits in Kontakt steht.
  45. Aus Fehlern lernen: Hinfallen und wieder aufstehen und übern – so funktioniert Lernen. Irgendwann bleibt man alleine stehen und kann weitere Schritte unternehmen.
  46. Lernen: Ich liebe es zu lesen, zu recherchieren, zu hinterfragen und auf diese Weise meine Wissensnetze zu verdichten.
  47. Liebe braucht keine Worte: Als Besucher eines Pflegeheimes wurde ich einmal Zeuge einer sehr besonderen, innigen und über Krankheit, Vergessen und Tod hinausgehenden liebevollen Beziehung zwischen zwei Menschen: Ohne Worte – nahezu ohne Berührung – ohne Verstehen – nur leibevolles Verständnis.
  48. Krankheit & Tod: In diesem Jahr begegnete mir das Unausweichliche gleich zweimal, in beiden Fällen nicht unerwartet, aber doch sehr unmittelbar und überraschend. Im ersten Fall ist die Genesung soweit gelungen, im zweiten Fall liegt die Beerdigung noch nicht allzu lange zurück. Beide Lebensereignisse haben in mir ein inneres Beben ausgelöst, von dem ich mich erst langsam erhole. – Der Mensch heißt Mensch, weil er vergisst und verdrängt, weil er irrt und kämpft, weil er erinnert … („Mensch“, H. Grönemeyer).
  49. Familie & Freundschaft – schwieriges Thema; es ist noch nicht so lange her, dass ich jemanden, der mich sehr gut kennt, um eine Einschätzung meiner Selbst gebeten habe. Ich habe mich mit Positionierung befasst und wollte wissen, ob meine Eigenwahrnehmung der Fremdwahrnehmung entspricht. Über seine Einschätzung, ich sei ein wirklicher Freund, habe ich mich sehr gefreut.
  50. Farben: BLAU steht für das Männliche, GELB für das Weibliche, ROT ist die verbindende Energie, GRÜN ist offenbar das Ergebnis, wenn sich Blau und Gelb miteinander vermischen. Wassily Kandinski hat sich offenbar mit Goethes Farbenlehre und der Synästhesie beschäftigt und diese Schlussfolgerungen getroffen. Hiervon habe ich erst in dieser Woche erfahren und finde den Gedanken so spannend, dass ich mich noch einmal mit Farben und deren Symbolik befassen werde.
  51. Richtige Briefe schreibe ich auch heute noch mit grüner Tinte und auf gutem Papier.
  52. Mein längster Brief- oder besser Schriftwechsel (via Email) verlief über drei Jahre täglich zu allen Themen, die in dieser Zeit mit uns und um uns herum passierten. Irgendwann brach unser schriftlicher Gedankenaustausch ab – alles Wichtige war offenbar gesagt. Schade eigentlich.
  53. Wünsche: Zeit und Gelegenheit fur’s Reisen, die Bildhauerei und das Studium von Kunst & Literatur und den Austausch darüber mit Menschen, die mir etwas bedeuten.